Poster und Kunstdrucke
Der Kunstdruck und sein Druckverfahren
Um ein Gemälde möglichst Farben-getreu nachbilden zu können, ist ein Kunstdruck notwendig.
Denn da ein Gemälde aus sehr vielen Farben zusammengesetzt ist, also
einen sehr komplexen Farbraum besitzt, bedarf es dieser speziellen
Drucktechnik. Gerade die Farbräume Purpur, sowie Gold und Silber
sind mit sonst im Print gängigen Druckverfahren nur schwer bis gar
nicht zu reproduzieren. Erfahren Sie mehr von den Drucktechniken von Ihrem Online Shop posterkauf24.de
Was also zeichnet den Kunstdruck als etwas Besonderes aus?
Normalerweise üblich ist das CYMK Druckverfahren. Die dabei eingesetzten Farben sind Cyan, Gelb,
Magenta und Schwarz. Um einen anderen gewünschten Farbton zu
erlangen, setzt man die eben genannten vier Grundfarben in ein
entsprechendes Mischungsverhältnis zueinander.
Um bei der Reproduktion eines Gemäldes
ein passables Endergebnis zu erreichen, werden bei dem Kunstdruck
deutlich mehr Farben im Druck eingesetzt. 8 oder sogar 12 Farben sind
dabei keine Seltenheit. Es gilt die Faustregel: je mehr, desto besser
der Kunstdruck. Oft ist im Umschlag des Kunstdruckes nachzulesen, wie
viele Farben verwendet wurden.
in weiterer Unterschied zum normalen
Druckverfahren ist, dass ein Kunstdruck streng genommen auf das
Druckraster verzichten soll. Was aber ist ein Druckraster? Verwendet
wird das Raster, um die unterschiedlichen Graustufen und Farbtöne
darstellen zu können. Beim Druck kann die Menge an Farbe, die
eingesetzt wird, nicht variiert werden. Es existiert lediglich eine
so genannte 'binäre Steuerung', also eine Steuerung mit zwei
Möglichkeiten: Bildpunkt drucken, ja oder nein. Der Eindruck der
unterschiedlichen Graustufen und Farbtönen entsteht dabei nur
mittels extrem feiner Bildpunkte, die über- oder nebeneinander
gedruckt werden, sowie eines gut konzipierten Einsatzes der 'binären
Steuerung'. Der Kunstdruck aber soll auf ein solches Druckraster
verzichten und setzt deshalb mehr als die vier Farben ein.
Bis in die 30er Jahre des 20.
Jahrhunderts hinein wurde für den Kunstdruck der sogenannte
Lichtdruck verwendet. Da dies jedoch ein extrem kosten-intensives
Druckverfahren ist, gibt es heute nur noch drei Druckereien, die den
Lichtdruck noch praktizieren. Ihre Standorte sind in Leipzig, Kyoto
und Florenz. In unserer heutigen Zeit üblich sind stattdessen der
Offset- und der Digitaldruck.